Kickboxen

Die Wurzeln des Kickboxens

IMG_0883Kickboxen ist im Verhältnis zu anderen Kampfkunstarten – wie z. B. Kung-Fu, Karate oder Taekwondo – noch sehr jung: Es wurzelt im Amerika der 1970-er Jahre. Allein die Stärkung von Körper und Geist genügte nicht mehr – Kampfkünstler lösten sich von alten Traditionen und stellten den Wettkampf in den Vordergrund. Um den Besten unter sich auszumachen, galt es, sich auch systemübergreifend miteinander messen zu können. Kung-Fu, Karate, Taekwondo und Boxen vereinten sich zum Kickboxen – auch als Allstyle Karate und Sportkarate bekannt.

Für gewöhnlich werden die Kämpfe nach den Regeln des westlichen Boxens und Karate ausgetragen, allerdings variiert die Punktevergabe unter den unterschiedlichen Verbänden und Turnierausrichtern. Verwarnungen und Minuspunkte drohen bei Regelverstößen und verbotenen Techniken; bei wiederholten Missachtungen der Turnierregeln muss der Wettkämpfer mit einer Disqualifizierung rechnen.

Aktuell sind drei Variationen des Kickboxens verbreitet:

➊ Leichtkontakt: Die Bewertung entspricht dem Amateurboxen und bezieht sowohl Treffer als auch technisches und taktisches Verhalten mit ein. Es wird durchgekämpft, d. h. der Kampf wird für die Punktevergabe nicht unterbrochen.

➋ Vollkontakt: Hier werden Wirkungstreffer und Aktivität des Kämpfers bewertet – ganz wie im Boxen. Techniken werden mit voller Kraft ausgeführt, sollten aber dennoch sauber sein.

➌ Semikontakt bzw. Pointfighting: Beim Semikontakt geht es weniger um Kraft als mehr um Technik. Die leichte Berührung des Gegners genügt, damit der Hauptkampfrichter den Kampf unterbricht und die Wertung bekannt gibt.

➜ Schüler unserer Kampfkunst-Schule erlernen ausschließlich das Pointfight-System.

Kickboxen – Im Unterricht und auf Turnieren gilt: Safety first!

Die ersten Turniere im Kickboxen gingen mit zahlreichen Verletzungen einher. Aus diesem Grund werden die Teilnehmer heute in Kategorien eingeteilt, die sich in der Regel nach dem Geschlecht, Alter, Gewicht und/oder Graduierungen der Wettkämpfer richten. Ferner wurde eine spezielle Schutzausrüstung – „Safeties“ genannt – entwickelt und verpflichtend eingeführt:

✔ Der Kopfschutz schützt den Kopf nicht nur vor den Angriffen des Gegners, sondern auch vor dem harten Aufprall nach einem Sturz auf den Boden.

✔ Handsafeties schützen den Gegner vor dem Schlag, zugleich aber auch die eigene Faust, falls der Treffer z. B. auf dem gegnerischen Ellbogen landet.

✔ Fußsafeties schützen ebenfalls – wie schon zuvor die Handsafeties – sowohl den Gegner als auch den eigenen Fuß.

✔ Der Zahnschutz soll ein zu festes Aufeinanderbeißen von Ober- und Unterkiefer verhindern.

✔ Der Schienbeinschutz schützt nicht nur das eigene Schienbein, sondern auch den Gegner. Der Schienbein-Knochen ist sehr hart und träfe ein Kämpfer damit aus Versehen das Gesicht des Gegners, so wäre dies ohne die Schienbeinschützer mit ernsthaften Verletzungen verbunden.

✔ Den Unterleibschutz gibt es nicht nur für das männliche Geschlecht, auch Frauen tragen einen Tiefschutz.

✔ Spätestens wenn ein junges Mädchen in die Pubertät kommt und die Brüste zu wachsen beginnen, ist der Brustschutz anzuraten.

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