Zum Turniersieg in 11 Schritten – Samonte Cup 2017

Zum Turniersieg in 11 Schritten – Samonte Cup 2017

Der jährliche Samonte Cup zählt zu den gehobenen nationalen Turnieren. Hier geht es nicht allein darum, sich mit Gegnern anderer Schulen zu messen. Hier geht es nicht allein darum, Turniererfahrung zu sammeln. Hier geht es auch um die WM-Qualifizierung der WKU – und genau die strebt Kerstin Sabina Schnell nun bereits zum zweiten Mal an. Ihren ersten WM-Sieg erkämpfte sie sich bereits im Jahre 2012 bei den Finalkämpfen in Paris.

Doch bei insgesamt über 700 nationalen und internationalen Startern stand Kerstin kein einfaches Turnier in Meerbusch bevor. Gemeinsam mit elf weiteren Schülern der Kampfkunst- & Charakterschule Richter | Kempen stellte auch sie sich der Herausforderung:

Kerstin (15) erringt den Turniersieg in der Damenklasse

 
Während des Samonte Cups sind zahlreiche Fotos und Videos entstanden, die – in der richtigen Reihenfolge – wunderbar als Dokumentation eines typischen Turniertages mit Happy End dienen können. Wer also noch nie bei einem Kickbox-Turnier dabei war, darf es sich ungefähr so vorstellen:

TurnierablaufSCHRITT 1:

Der Coach – in unserem Fall Si-Je Andrea – hat alle Teilnehmer angemeldet und wiegen lassen. Nach dem Umziehen wird ein gemeinsames Gruppenfoto geschossen. Tobias, was schneidest du nur für Grimassen???

TurniersiegSCHRITT 2:

Nach der Kampfrichterbesprechung, bei der es um Regeln, Punktevergabe usw. geht, erfolgt die Aufstellung aller teilnehmenden Schulen. Die Kleinen nach vorne, die Großen dahinter.

TurniersiegSCHRITT 3:

Es ist soweit. Kerstins Name wurde aufgerufen, sie muss sich jetzt auf der Kampffläche melden. Vorher gibt es noch ein paar wichtige Ratschläge vom Coach.

TurniersiegSCHRITT 4:

Eine respektvolle Verbeugung, dann Shake-Hands. Nach dem Angrüßen folgt das Kommando: „Kämpft!“

TurniersiegSCHRITT 5:

In den ersten Sekunden tasten sich die Gegnerinnen gegenseitig ab. Wo liegen die Stärken des anderen, wo kann ich Treffer erzielen?

TurniersiegSCHRITT 6:

Es ist ein ausgewogener Kampf, die Kickboxerinnen schenken sich nichts. Kerstin steckt ein, weicht aus …

TurniersiegSCHRITT 7:

… greift an!

TurniersiegSCHRITT 8:

Wenn die Gegnerin nach einem Treffer eine kurze Auszeit benötigt, zieht sich die andere in eine Ecke zurück – mit dem Rücken zur Kampffläche. Sie spricht weder mit dem Coach noch mit Mitgliedern des eigenen Teams. Erst wenn der Hauptkampfrichter das Zeichen gibt, kann der Wettkampf forgesetzt werden.

TurniersiegSCHRITT 9:

Kerstin von der Sportakademie Richter | Kempen hat den Finalkampf in der Damenklasse für sich entschieden. Der Hauptkampfrichter streckt den Arm der Siegerin in die Höhe.

TurniersiegSCHRITT 10:

In einer gegenseitigen Umarmung zollen sich die Kämpferinnen Respekt und Anerkennung für die Leistung der jeweils anderen. So geht Fairplay unter Kickboxern!

TurniersiegSCHRITT 11:

Nur noch ein letztes Foto … so viel Zeit muss sein!

Unser Fazit nach einem anstrengenden Wettkampftag

 
Die kleinen Tiger Tobias Grulke, Ben Luca Wählen, Til De La Barré und Silas Küppers trafen in der Pandaklasse auf zahlreiche Gegner – Sieg oder Niederlage spielten hier keine Rolle. Kinder zwischen fünf und neun Jahren bewiesen eine enorme Willensstärke und auch sehr viel Mut, vor Hunderten von Zuschauern anzutreten. Besonders hervorzuheben ist aber auch Otis Weiß, der zwar angeschlagen war, aber dennoch beschlossen hatte, sich dem Kampf zu stellen – und noch dazu auch seinen ersten Kampf klar für sich zu entscheiden. Eine deutliche Verbesserung ihrer Leistung zeigten die Kickbox-Kids Nico Leon Schnell und Fabian Oczko. Jana Both kämpfte zum ersten Mal in der Jugendklasse und ging dabei über ihre eigenen Grenzen hinaus. Für Niklas Krause und Sebastian Knops hingegen war es die erste Turniererfahrung ihres Lebens. Sebastian schaffte direkt den Sprung auf den vierten Platz in einer stark besetzten Kategorie.

„Ich habe einige schlummernde Talente unter meinen Schülern“, so Andrea Schnell, Kampfkunstmeisterin und Inhaberin der Kampfkunst- & Charakterschule Richter in Kempen. „Mit etwas mehr Turniererfahrung und einem individuell auf sie zugeschnittenen Unterricht werden sie schon bald ernst zu nehmende Gegner sein.“